Exchange 2016: Storage Performance mit Jetstress testen (Vergleich NTFS zu ReFS) Teil 3

In Teil 1 und Teil 2 dieser Beitragsserie wurde deutlich das die Wahl des Dateisystems Auswirkungen auf die Performance haben kann.

Im letzten Test habe ich noch mittels ein wenig feintuning die Performance steigern können:

iops

mbs

esx

windows

Das Feintuning bezog sich an dieser Stelle auf die ESX Konfiguration (HBA Einstellungen etc.), die ReFS und NTFS Volumes habe neu formatiert, ohne die Windows Schnellformatierung.

Die Performance Unterschiede sind jetzt nicht mehr ganz so deutlich, aber immer noch vorhanden. Tests mit Bitlocker Laufwerksverschlüsselung habe ich nicht mehr durchgeführt, denn das Storage ist bereits verschlüsselt.

Wenn es also nicht die Geschwindigkeit ist, dann vieleicht die Features. Hier gibt es einen Featurevergleich zwischen NTFS und ReFS:

http://windowsitpro.com/windows-server-2012/q-what-features-does-ntfs-support-refs-does-not-support

In diesem Artikel wird deutlich gemacht wo genau der Vorteile gegenüber NTFS liegen:

http://blogs.technet.com/b/askpfeplat/archive/2013/01/02/windows-server-2012-does-refs-replace-ntfs-when-should-i-use-it.aspx

Es gibt natürlich viele Faktoren die die Performance beeinflussen können, vieleicht sieht das mit Windows Server 2016 schon wieder ganz anders aus. Ich bleibe vorerst aber bei NTFS. CHKDSK hab ich seit Jahren nicht mehr ausführen müssen, und in einer Umgebung mit mehreren Exchange Servern, darf von mir aus auch mal einer ausfallen, weil im Filesystem was quer läuft. Ist mir zwar noch nicht unter gekommen, aber man weiß ja nie. Aktuell ist mir die Performance wichtiger.

Hat jemand andere Erfahrungen gemacht?

6 Kommentare zu “Exchange 2016: Storage Performance mit Jetstress testen (Vergleich NTFS zu ReFS) Teil 3”

  1. Vielen lieben Dank für den Performance-Test NTFS ReFS und die Ergebnisse.
    Besonders dankbar bin ich für die Zeitersparnis,
    da ich nichts selber testen muss :-)

    Mit Besten Grüßen
    Heiko Schröder

  2. Moin,
    interessante Artikelreihe, besten Dank!
    Exchange als Applikationsbeispiel heranzunehmen, ist zwar naheliegend, aber aus meiner Sicht stellt sich die Performancefrage gerade bei Exchange viel weniger als bei anderen Applikationen. Modernere Exchange-Versionen sind ja nun mal hochgradig I/O-optimiert, sodass man dort gar keine Höchstleistung benötigt. In dem Anwendungsfall würde ich die Entscheidung zwischen ReFS und NTFS dann also auf anderer Ebene ansiedeln; das Exchange-Team hat ja auch Hinweise dazu.
    Trotzdem: Gerade in der aktuellen Situation, in der es viele Diskussionen über ReFS gibt, ein wertvoller Artikel!
    Schäne Grüße, Nils

    1. Hi Nils,
      danke für das Lob. Du hast natürlich Recht, ich denke dass auch nur wenige Leute Exchange auf einem AllFlash Storage betreiben werden. Ich hab den Test übrigens wiederholt, falls du die Artikel noch nicht gesehen hast (mit IOMeter und Jetstress):

      https://www.frankysweb.de/server-2016-geschwindigkeitsvergleich-zwischen-refs-und-ntfs-teil-1/
      https://www.frankysweb.de/server-2016-geschwindigkeitsvergleich-zwischen-refs-und-ntfs-teil-2/

      Gruß, Frank

  3. Moin,
    ach je – da habe ich die Artikelreihen verwechselt. Ich dachte, dieser Artikel gehöre zu dem neuen Test.
    Insofern: Gut, dass wir mal drüber gesprochen haben. ;)
    Ein schönes Wochenende, Nils

    1. Hi Nils,
      macht ja nichts :)
      Der alte Test war noch mit Server 2012 R2, daher hatte ich jetzt einen neuen Test mit Server 2016 durchgeführt.
      Dir ebenfalls ein schönes Wochenende.
      Gruß, Frank

  4. Meine Erfahrungen mit ReFS sind negativ.
    Warum? Erstmal war mit ReFS alles problemlos, aber nach und nach wurde ReFS immer langsamer, vor allem wenn Block-Cloning benutzt wurde. Das Filesystem scheint sich speziell bei vielen großen Files extrem zu fragmentieren.
    Nach 3 Monaten lieferte das ReFS Raid nur noch 50MB/s beim Lesen einzelner Files, und erzeugte dabei gleich durchgehend 100% Load.
    Bin nun zurück zu NTFS gewechselt, und alles läuft problemlos und wieder deutlich schneller.
    Microsoft patcht ReFS übrigens immer noch stark nach, also schön die Updates einspielen, damit werden teilweise auch Bugs gefixt die den Server bei hoher Last einfrieren lassen.
    Wäre interessant mal so einen Vergleich wie in diesem Artikel nicht mit einem frischen Laufwerk zu machen, sondern mit welchen die schon Monate in Benutzung waren.

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