Exchange 2010: Support endet am 14.01.2020

Nur schon einmal als kleine Erinnerung: Der Support für Exchange Server 2010 endet am 14.01.2020. Exchange 2010 befindet sich schon seit längerem in der Extended Support Phase, erhält also nur noch Sicherheitsupdates.

Ab dem 14.01.2020, gibt es dann keinen technischen Support mehr seitens Microsoft. Es können also keine Support Requests mehr geöffnet werden und es gibt keine Updates mehr. Die meisten Exchange 2010 Server laufen auf Windows Server 2008 (oder 2008 R2), hier endet ebenfalls der Support für das Betriebssystem am 14.01.2020.

Wer also noch Exchange 2010 Server auf Windows Server 2008 (R2) betreibt, sollte sich so langsam Gedanken über die Ablösung machen, da es am Januar 2020 weder Support für Exchange 2010 noch für Server 2008 geben wird.

Für die Ablösung von Exchange 2010 gibt es die folgenden Möglichkeiten:

  • Migration zu Exchange Server 2016 (auf Windows Server 2016)
  • Migration zu Exchange Server 2013 (auf Windows Server 2012 R2)
  • Migration zu Office 365

Die Migration von Exchange 2010 zu Exchange 2013 macht in den meisten Fällen natürlich keinen Sinn. Wenn Exchange lokal betrieben wird, dann wird auch in den meisten Fällen zu Exchange 2016 oder Office 365 migriert. Übrigens sollte man hier auch auf die Office / Outlook Version achten, manchmal geistert da noch ein Outlook 2003 oder Outlook 2007 rum.

Die direkte Migration von Exchange 2010 zu Exchange 2019 ist nicht möglich, hier muss also ein Zwischenschritt zu Exchange 2013/2016 eingelegt werden.

Wer sich entscheidet alle lokalen Exchange 2010 Postfächer zu Office 365 zu migrieren, findet hier noch einen lesenswerten Artikel:

Möglicherweise muss also ein lokaler Exchange Server beibehalten werden:

Exchange 2010: Support endet am 14.01.2020

Der verlinkte Artikel ist allerdings schon etwas älter, daher gilt eigentlich: Wer einen lokalen Exchange Server als Relay oder für das Verwalten der Office 365 Postfächer einsetzt, der muss den lokalen Exchange Server (nennen wir ihn mal Management Exchange Server) zu einer unterstützen Exchange Version migrieren.

Zwar ist die Migration eines “Management Exchange Servers” deutlich einfacher, da keine Postfächer oder Öffentlichen Ordner mehr migriert werden müssen, aber es gibt durchaus problematische Punkte:

  • Alte Software die nur bis Exchange 2010 unterstützt wird (Identity Manager, Fax Software, Archiv Software, Backup Software…)
  • Software die auf die MapiCDO angewiesen ist
  • unzählige Scripte / Prozesse die Mails versenden und Exchange als SMTP Server verwenden

All diese Abhängigkeiten (und ggf. Weitere) muss man natürlich auch bei der Migration von on-Prem zu on-Prem beachten. Gerade im Hybrid Szenario muss man allerdings bedenken, dass der lokale Management Exchange Server auch zu einer unterstützen Version migriert werden muss (auch wenn keine Datenbank / Postfächer mehr auf der lokalen Umgebung existieren).

Die Migration von Exchange 2010 zu Exchange 2013/2016 ist hier beschrieben:

Update 16.09.2019: Microsoft hat den Support für Exchange 2010 verlängert. Der Support endet nun am 13.10.2020:

Exchange 2010 Support bis 13.10.2020 verlängert

3 Kommentare zu “Exchange 2010: Support endet am 14.01.2020”

  1. Ich habe letztes Jahr von einem SBS2011 (Exchange2010) zu Office365 migriert.

    Was mir am ganzen Cloudprozedere enorm stört, ist das man immer noch einen lokalen Management Exchange Server braucht. Zwar funktioniert es auch ohne (Stichwort ADSIEdit und AdConnect), aber es ist kein supporter Weg.

    Die Empfehlung eines lokalen OnPremise Exchange Server geht für mich nicht auf. Vorallem bei kleinen Umgebungen, wo das Passwort aus der Domäne nach Office365 synchronisiert werden muss, brauche noch immer einen lokalen Exchange Management Server. In gewissen Punkten, verschläft Microsoft da wichtige Prozesse…

    1. Hallo Davide,

      habe die eine oder andere Exchange Migration schon hinter mir. Alle ohne lokalen Exchange. Lt. meines Wissens ist der Lokale Exchange nur für bestimmte Geschichten wie Public Folder Rechte Migration erforderlich. ADconnect würde ich sowieso immer empfehlen (dann kann man sich die Einrichtung von ADFS sparen).

      Migrationspfade gibt es jede Menge, von PST Migration, Staged über Cutover und Hybrid..

      Zusammenfassend kann man sagen: Kommt darauf an..

      Vg

      Andy

  2. Hallo Andy,

    Danke für Deine Antwort, im Moment bereue ich den Schritt in die Cloud zu Office365. Seit heute Vormittag um 9:00 Uhr ist Office365 nicht verfügbar, weder via Outlookclient noch über outlook.office365.com. Das Problem besteht seit über 6 Stunden wie der folgende Twitterbeitrag bestätigt: https://twitter.com/msft365status?lang=de

    Wie die Twitterbeiträge bestätigen ist ganz Europa (Sweden, England, Holland, Deutschland, Schweiz, Italien etc.) betroffen.

    Meine Exchangeserver seit Exchange 5.5 hatten nie eine Downtime länger als 30 Minuten. Das nennt man technologischer Fortschritt… :-(

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